Im Schuljahr 2025/2026 sind wir Teil des Erasmus+Konsortiums des Ludwig-Windhorst-Hauses in Lingen. Das Programm fördert nicht nur Fortbildungen, Hospitationen und Sprachkurse für Lehrkräfte in ganz Europa, sondern unterstützt auch Mobilitäten für Schüler und Schülerinnen. So sammeln wir gemeinsam mit unseren Lernenden wertvolle internationale Erfahrungen und stärken nachhaltig die interkulturellen Kompetenzen an unserer Schule.
Es haben bereits 3 Lehrkräfte an Lernaktivitäten und Gruppenhospitationen teilgenommen, die Teilnahme an einer weiteren Lernaktivität im Mai in Griechenland steht noch aus, ebenso der Besuch unserer Partnerschule in Österreich mit Schülerinnen und Schülern der 4. Klassen im Juni 2026.
Hier findet ihr Einblicke in unsere Projekte des aktuellen Schuljahres 2025/2026.
Persönlichkeitsbildung in Österreich – Salzburg
Frau Hilbers | März 2026
Im Rahmen des Erasmus+ Programms hatte unsere Kollegin Frau Hilbers im März 2026 die Gelegenheit, eine Woche lang über das Ludwig-Windthorst-Haus eine Fortbildung in Österreich zu besuchen. Außerdem fanden Hospitationen an verschiedenen Schulen in Salzburg und Umgebung statt.
Erfahrungsbericht von Frau Hilbers
Mein Erasmus-Aufenthalt in Österreich
Erasmus+ Fortbildung zum Thema „Persönlichkeitsbildung“ vom 8. – 14. März in Salzburg
Welche Kompetenzen sind wichtig für die persönliche Entwicklung? Was wird in der Arbeitswelt benötigt, wie sehen die neuen Berufsprofile aus? Wie können Kinder ihre eigenen Talente entdecken und erfolgreich in der Schule bestehen?
Diese Fragen und die Beschäftigung mit kompetenzorientiertem Unterricht waren Inhalt der einwöchigen Fortbildung bei Prof. Dr. Ines Weber in Salzburg. Die Teilnehmer kamen von unterschiedlichen Schulen aus ganz Niedersachsen.
Neben der Vermittlung von reichlich Fachwissen haben wir in den Räumlichkeiten des Erzbischofs die Gelegenheit gehabt unter der Anleitung von Ines Weber intensiv über uns und unseren Unterricht nachzudenken. Die Vermittlung von Unterrichtsinhalten wurde unter dem Aspekt der Persönlichkeitsbildung an konkreten eigenen Beispielen neu geplant.
Ergänzend durften wir an einem Tag die Volksschule in Anif in der Nähe von Salzburg besuchen und uns ein Bild machen, wie die österreichischen Kollegen und Kolleginnen arbeiten. Besonders beeindruckend waren das neu gebaute Schulgebäude und die Aussicht auf das Bergpanorama rundherum.
An einem weiteren Tag kamen Kollegen und Kolleginnen aus Salzburg zur Fortbildung hinzu. Gemeinsam haben wir am Thema Persönlichkeitsbildung gearbeitet und länderübergreifend an Ideen für Schule und Unterricht gearbeitet.
Nach getaner Arbeit war auch noch Zeit, die Stadt und Teile ihrer Geschichte kennenzulernen. Durch die Unterbringung im Gästehaus eines Klosters in der Altstadt waren wir immer mittendrin.
Viele architektonische, kulturelle und kulinarische Eindrücke werden lange in Erinnerung bleiben.
Impressionen












Job-Shadowing in den Niederlanden – Amersfoort
Frau Bosch | November 2025
Im Rahmen des Erasmus+ Programms hatte unsere Kollegin Frau Bosch im November 2025 die Gelegenheit, eine Woche lang Schulen in den Niederlanden zu besuchen. In der Stadt Amersfoort nahm sie an einem sogenannten Job-Shadowing teil und konnte dort den Schulalltag, Unterrichtsmethoden und pädagogische Konzepte aus nächster Nähe kennenlernen.
Besonders spannend war für sie der Einblick in die niederländische Grundschule und die Möglichkeit, mit Lehrkräften vor Ort ins Gespräch zu kommen und neue Ideen für den eigenen Unterricht mitzunehmen.
Erfahrungsbericht von Frau Bosch
Mein Erasmus-Aufenthalt in den Niederlanden
Anfang November 2025 hatte ich die Möglichkeit, am Erasmus+ Projekt teilzunehmen. Für mich ging es fünf Tage nach Amersfoort. Dort durfte ich im Rahmen des „Job-Shadowings“ verschiedene Schulen besuchen.Die Grundschule beginnt mit der sogenannten „Kleuterklas“ im Alter von vier Jahren, die unserem Kindergarten ähnelt.
Besonders interessant war für mich der Ansatz „Lernen durch Spielen“. Im Rahmen eines „World Cafés“ gestalteten Kinder verschiedene Restaurants, setzten sich mit unterschiedlichen Kulturen auseinander, bereiteten Gerichte zu und übernahmen Aufgaben wie Kellnern oder Abrechnen.
Insgesamt habe ich viel Projektarbeit und offene Lernkonzepte gesehen. Allerdings gibt es auch in den Niederlanden Frontalunterricht. Die Klassen sind teilweise recht groß und die Räume eher klein.
Amersfoort ist eine sehr schöne Stadt mit vielen Restaurants, kleinen Läden und einer angenehmen Atmosphäre.
Impressionen















Arbeiten im multiprofessionellen Team in Finnland – Oulu
Frau Steil | September 2025
Im Rahmen des Erasmus+ Programms hatte unsere Kollegin Frau Steil im September 2025 die Gelegenheit, an einer internationalen Lehrerfortbildung in Finnland teilzunehmen. In der Stadt Oulu setzte sie sich intensiv mit dem Thema „Arbeiten im multiprofessionellen Team“ auseinander und gewann dabei spannende Einblicke in das finnische Bildungssystem.
Besonders beeindruckend war für sie die enge Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen im Schulalltag sowie der hohe Stellenwert von Wohlbefinden, Naturverbundenheit und ganzheitlicher Bildung. Die gewonnenen Eindrücke und Impulse bieten wertvolle Anregungen für die eigene pädagogische Arbeit.
Erfahrungsbericht von Frau Steil
Mein Erasmus-Aufenthalt in Finnland
Im September 2025 hatte ich die besondere Gelegenheit, im Rahmen eines Erasmus-Projekts nach Finnland zu reisen. Ziel war eine Fortbildung für Lehrkräfte in Oulu, bei der wir uns intensiv mit dem Thema „Arbeiten im multiprofessionellen Team“ beschäftigten. Schon im Vorfeld hatte ich viel über das finnische Bildungssystem gehört, doch es selbst zu erleben, war etwas völlig anderes.
Während meiner Zeit dort besuchte ich Kindergärten, Grundschulen, weiterführende Schulen und Gymnasien. Besonders beeindruckt hat mich, wie selbstverständlich verschiedene Berufsgruppen – Lehrkräfte, Sozialpädagoginnen, Psychologen, Schulgesundheitsdienste und weitere Fachkräfte – zusammenarbeiten, um jedes Kind bestmöglich zu unterstützen. Entscheidungen werden im Team getroffen, Verantwortung wird geteilt – stets mit dem Ziel, das Beste für die Kinder zu erreichen. Diese Haltung war in jeder Einrichtung spürbar.
Ein weiterer Aspekt, der mich tief beeindruckt hat, war die Naturverbundenheit. Egal, ob die Kinder in der Pause im Wald spielen oder im Unterricht naturbezogene Projekte durchführen – draußen zu sein, scheint in Finnland kein „Extra“ zu sein, sondern ein selbstverständlicher Teil des Alltags. Selbst in der nördlich gelegenen Stadt Oulu war die Nähe zur Natur überall spürbar.
Besonders inspirierend fand ich auch, dass „Wellbeing“ fest im finnischen Lehrplan verankert ist. Achtsamkeit, Bewegung, gesunde Ernährung und emotionale Entwicklung werden dort ebenso ernst genommen wie Mathematik oder Sprachen. Die Schulen sind so gestaltet, dass sich Kinder und Lehrkräfte wohlfühlen können – helle Räume, eine ruhige Atmosphäre und keine überfüllten Stundenpläne prägen den Alltag. Diese Haltung hat mich zum Nachdenken gebracht: Bildung wird in Finnland nicht nur als Wissensvermittlung verstanden, sondern als umfassende Förderung des Menschen.
Aus der Fortbildung nehme ich nicht nur fachliche Impulse, sondern auch ein Stück der finnischen Gelassenheit mit. Die enge Zusammenarbeit verschiedener Professionen und der Fokus auf das Wohlbefinden der Lernenden haben mir gezeigt, dass nachhaltige Bildung nur gelingt, wenn der Mensch im Mittelpunkt steht. Oulu und das finnische Schulsystem haben mich nachhaltig beeindruckt – und ich nehme viele Ideen mit in meinen eigenen Schulalltag.
Impressionen













